Weiter Kritik an Wickendorfer Kuratie


Obwohl das Erzbistum Bamberg eine korrekte Verwendung von Spenden zusichert, geht die Debatte weiter. Pfarrer Lindner wundert das. Die Debatte um die Verwendung von Spendengeldern für den Kindergarten Wickendorf hat auch die Stellungnahme der Schlosskuratie Ende des Jahres nicht beenden können. Pfarrer Joachim Lindner und der Leiter der Revisionsabteilung des Erzbistums Bamberg, Klaus Hofmann, hatten erklärt, wofür die eingegangene Spenden verwendet wurden.

Nun meldet sich unter anderem der Teuschnitzer SPD-Stadtrat Harald Fehn zu Wort. In einer Stellungnahme kritisiert er, dass die Kirche den Vorgang nur intern geprüft hat: "Es ist kurios, dass sich der den Vorwürfen ausgesetzte Spendenempfänger selbst überprüft und feststellt, dass alles in bester Ordnung ist. Diese Feststellung ist das Papier, auf dem sie gedruckt wurde, nicht wert. So einfach darf es sich eine Institution wie die Kirche nicht machen. Man hätte zumindest einen neutralen Prüfer beauftragen müssen", teilt Fehn mit. Die Ausführungen der Kuratie seien zweifelhaft.

Auch Alfred Thoma, der im vergangenen Jahr erstmals öffentlich Kritik an dem Gebaren der Kirchenleitung geübt hatte, ist nicht zufrieden. "Ich hätte mir schon eine persönliche Information gewünscht", sagte Thoma der Neuen Presse. Schließlich habe er sich als Vorsitzender des SV Wickendorf und Organisator der jährlichen Spendengeldaktion für den Kindergarten über Jahre hinweg ehrenamtlich eingesetzt und rund 17 000 Euro an Spenden zusammengebracht. "Bis heute hat mir von Kirchenseite noch niemand persönlich gesagt, wofür die Spenden verwendet wurden", bedauert er. Thoma hatte das Thema ins Rollen gebracht. "Bei einem Essen im Kindergarten, bei dem eine Spende von rund 2000 Euro überreicht wurde, habe ich gesagt, dass es schön wäre zu wissen, was mit den Spendengeldern bisher gemacht wurde. "Da haben sich wohl einige auf den Schlips getreten gefühlt", meint Alfred Thoma.

Pfarrer Joachim Lindner verweist auf Nachfrage der Neuen Presse auf ein Gespräch im Jugendbildungshaus am Knock, das am 7. Dezember auf Einladung der Erzdiözese Bamberg stattgefunden habe. Dazu seien alle Beteiligten geladen worden. Es seien dabei alle Fakten auf den Tisch gelegt und auch eine Klärung herbeigeführt worden. Man sei auch übereingekommen, dass infolge des Gesprächs eine Stellungnahme veröffentlicht werde. Diese Veröffentlichung sei am 31. Dezember in der Neuen Presse erfolgt. Zwischen allen Beteiligten sei vereinbart worden, dass die Sache damit abschließend erledigt sei.

Bericht / Quelle: Peter Fiedler, Christian Kreuzer / Neue Presse Kronach
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Datum: 05.01.2012

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