Kirchen- und Pfarrgemeinderäte auf
dem Neujahrsempfang des Erzbischofs
Teuschnitzer, Wickendorfer und Marienrother Kirchen- und
Pfarrgemeinderäte nahmen am 14. Januar am Neujahrsempfang des
Erzbischofs Ludwig Schick in Bamberg teil. Nachfolgend der Pressetext
zur Veranstaltung. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat
eindringlich dazu aufgerufen den Bamberger Dom und die Kirchen als Orte
christlichen Lebens und Glaubens heute und in Zukunft zu erhalten. Er
erteile allen Gedankenspielen an eine anderweitige Verwendung des
Doms eine klare Absage, sagte der Bamberger Oberhirte bei seinem
Neujahrsempfang am Samstag (14.01.12). „Unser Dom soll erhalten bleiben
als Bauwerk romanisch-gotischer Kunst und als Kirche für den
christlichen Glauben.“
Auch von den anderen rund 800 Kirchen und Kapellen im Erzbistum Bamberg
sollten keine abgerissen, umgewidmet oder zweckentfremdet werden, sagte
Erzbischof Schick. Das Domjubiläum solle dazu anregen Kirche aus
lebendigen Steinen aufzubauen. „Als Christen dürfen und müssen wir mehr
Zusammengehörigkeit und mehr Eifer in Verkündigung, im Gottesdienst und
gesellschaftlichen Einsatz entwickeln. Wir sollen in diesem Jahr
heiliger, authentischer und aktiver Kirche werden!“
Erzbischof Schick rief zudem zu einer ethisch-moralischen Erneuerung der
Gesellschaft auf: „Was sind überhaupt Reiche, wenn die Gerechtigkeit
fehlt, anderes als große Räuberbanden“, zitierte der Bamberger Oberhirte
den heiligen Augustinus. Der Bamberger Oberhirte betonte die Bedeutung
von Vertrauen, Ehrlichkeit, Treue, Achtung und Wertschätzung. „Die
Kardinaltugenden und die Sekundärtugenden zu predigen und die
Voraussetzungen für jedes Staatswesen zu schaffen, dafür ist die Kirche
wichtig.“
Der Bamberger Erzbischof begrüßte als Festredner Professor Dethard von
Winterfeld, der sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich mit dem Bamberger
Dom auseinandersetzt. Auch wenn der jetzige Dom aus dem Jahr 1237
stamme, so sei es doch legitim, das 1000-jährige Domjubiläum zu feiern,
sagte von Winterfeld. Schließlich sei die Bamberger Bischofskirche seit
einem Jahrtausend ein Ort des „immerwährenden Gebets“.
Von Anfang an sei die Bamberger Kathedrale als Bischofskirche geplant
gewesen. Hier werde weiterhin die Liturgie gefeiert, auch wenn sich
diese im Laufe der Jahrhunderte gewandelt habe. Der Dom sei in der
Bamberger Altstadt vertraut, in den Glasfassaden der heutigen
Architektur von Frankfurt oder Berlin würde er wohl wie ein Fremdling
wirken.
Das 1000-jährige Domjubiläum jährt sich am 6. Mai 2012. Der erste
Bamberger Dom wurde vom damaligen König Heinrich II. und seiner Gemahlin
Kunigunde initiiert. Wenige Jahre zuvor, an Allerheiligen 1007, wurde
das Bistum Bamberg gegründet.
Am Neujahrsempfang nahmen rund 1300 Personen aus Politik, Kirche und
Gesellschaft teil, darunter auch der bayerische Innenminister Joachim
Herrmann, zahlreiche Abgeordnete aus dem Bundestag und dem bayerischen
Landtag.