Wickendorf – Berichte und Ehrungen standen auf der Tagesordnung der
Freiwilligen Feuerwehr Wickendorf zur Jahreshauptversammlung. Höhepunkt
war neben der 650 Jahrfeier auch der Tag der offenen Tür. Der
Mitgliederstand ins unverändert hoch.
Vorsitzender Matthias Wittmann stellte einen gleichbleibenden
Mitgliederstand von 137 Frauen und Männern fest. Einige
Feuerwehrfeste wurden besucht, der Tag der offenen Tür war wiederum sehr
erfolgreich. Auch die Nikolausaktion wurde wieder gerne angenommen. Er
erinnerte an den Vatertagsausflug, die Feuerwehr nahm am örtlichen
Geschehen teil.
Schriftführerin Susanne Martin verlas sehr ausführliche Protokolle vom
Jahresgeschehen.
Schatzmeister Dominik Fehn gab einen detaillierten Finanzbericht. Die
Revisoren Johannes Hofmann und Franz Konrad bestätigten dem
Kassenverwalter eine sehr gute Kassenführung. Entlastung wurde erteilt.
Kommandant Markus Wachter berichtete von 14 Übungen, die die 42 aktiven
Feuerwehrler absolvierten. Siebenmal wurde die Wehr zu Einsätzen
gerufen. Das Jahr 2011 begann turbulent, bereits am Neujahrstag wurde
die Wehr zu einem Brand in die Nachbargemeinde gerufen.
Das Sägewerk Hofmann stand ende März im Vollbrand. Einen der größten
Brände in Wickendorf musste die Wehr bekämpfen. Eine 50 mal 30 Meter
große Halle des Sägewerks in Wickendorf stand im Vollbrand. Vom
Dorfteich aus wurde eine 400 Meter lange Leitung zur Wasserversorgung
aufgebaut. Es galt das Umfeld der Halle zu halten, was auch mit Hilfe
der Nachbarwehren gelang. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis zum
nächsten Tage an. Den 35 Aktiven aus Wickendorf, die 450 Stunden
leisteten, sah man die Erschöpfung nach dem Einsatz an. Er stellte die
Frage, was wäre noch alles passiert, wenn es keine Ortsfeuerwehr gäbe,
weil einige der Meinung sind, sie sind nur ein Unkostenfaktor für die
Gemeinde.
Zwei Gruppen legten erfolgreich die Leistungsprüfung ab, die
Zusammenarbeit mit Teuschnitz sei sehr gut. Zur 650 Jahr Feier in
Wickendorf war auch die ganze Feuerwehr mit der Jugendfeuerwehr voll
integriert und half bei allen Arbeiten zum Gelingen des Festes mit. In
die aktive Wehr wurden Marco Reißig, Tim Jungkunz, und Jonas Beetz
aufgenommen
Jugendwart Katja Reißig berichtete von der aus 13 Mädchen und Jungen
bestehenden Jugendfeuerwehr. In den 42 abgelaufenen Übungen verbrachte
jeder Jugendliche knapp 100 Stunden bei der Feuerwehr. Als Sprecher
wurden Anna Jakob und Andre Ketterer gewählt. An der Olympiade in
Rothenkirchen nahm man mit zwei Gruppen teil und belegte gute Plätze.
Auch am Kreisleistungsmarsch erreichte man mit zwei Gruppen gute Plätze.
Den Wissenstest bestanden 10 Jugendliche, Lisa Wachter und Kathrin
Konrad mit Urkunde in der Stufe fünf. Die Jugendwehr will Mitglied im
Kreisjugendring werden.
Landratsstellvertreter Bernd Steger dankte der Wehr für ihren
uneigennützigen Einsatz für die Allgemeinheit. Die Feuerwehren haben, so
Steger, durch ihre ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung einen hohen
Stellenwert in der Bevölkerung.
Bürgermeisterstellvertreter Stefan Neubauer lobte vor allem die gute
Jugendarbeit der Wickendofer Wehr. Nur durch viele Übungen, die Freizeit
kosten, kommt der gute Stand der Wehr. Die Jugendarbeit in Wickendorf
sei beispielhaft.
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger fand lobende Worte für die
Ortsfeuerwehr. Viele Einsätze der Feuerwehr sind heute
selbstverständlich. Bei einer guten Ausbildung wie in Wickendorf werden
große und kleine Einsätze bestens ausgeführt.
Für 60 jährige Mitgliedschaft wurden Rudolf Haderlein und Otto Hofmann
geehrt, für 40 jährige Vereinstreue wurden Ewald Reif, Robert Fischer
und Ferdinand Zipfel ausgezeichnet.
Bei der Feuerwehr Wickendorf wurde stellvertretender Kommandant Reiner
Hofmann, (zweiter v. rechts) für 25 jährigen aktiven Dienst mit dem
staatlichen Ehrenzeichen durch den weiteren Landratsstellvertreter Bernd
Steger geehrt. Mit im Bild 2. Bürgermeister Stefan Neubauer und
Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger .
Für langjährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Wickendorf
wurde an der Jahreshauptversammlung treue Mitglieder geehrt. Unser Bild
zeigt von links, Vorsitzender Mattias Wittmann, Kreisbrandrat Joachim
Ranzenberger Kreisbrandmeister Frank Fischer, Kommandantenstellvertreter
Reiner Hofmann. Landratsstellvertreter Bernd Steger, Ewald Reif,
Kommandant Markus Wachter, Robert Fischer und zweiter Bürgermeister
Stefan Neubauer