Räte beschließen den Haushalt


Die Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz gibt grünes Licht für das Zahlenwerk. Man zählt noch 3313 Einwohner. In seiner Sitzung am Dienstagabend hat die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz den Haushalt 2012 unter Dach und Fach gebracht. Der Haushaltsplan hat ein Gesamtvolumen von 596500 Euro, davon entfallen 540000 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 56500 Euro auf den Vermögenshaushalt, erklärte Kämmerer Hubert Weißerth.

Aus der gebildeten Rücklage, die man im Vorjahr nicht in Anspruch genommen habe, könne man die Investitionen 2012 finanzieren, so der Kämmerer. Der Haushalt verändere sich kaum, da er zu 75 Prozent aus Personalausgaben bestehe. Der ungedeckte Bedarf der Verwaltungsumlage betrage 343000 Euro, dies seien 39000 Euro mehr als im Vorjahr. Bei 3313 Einwohnern in der Verwaltungsgemeinschaft ergebe sich ein Umlagebetrag von 103,53 Euro pro Einwohner. „Im Jahre 2009 hatte wir noch 3481 Einwohner mit einem Umlagebetrag von 99,40 Euro“, führte die Gemeinschaftsvorsitzende Gabriele Weber aus. Man sei nun auf Grund der Demografie wieder bei dem Stand von 2008, obwohl man in allen Bereichen Sparmaßnahmen umgesetzt habe. „Ein Teufelskreis“, so Gabriele Weber.

Als größte Investition steht die Anschaffung eines neuen Servers mit SQL-Datenbank an. „Wir haben uralte PCs, auf denen teilweise die neuen Programme nicht laufen“, erklärte der Kämmerer. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit habe man mit den Gemeinden Steinbach, Tettau und Ludwigsstadt überlegt, so Gabriele Weber, ob man nicht eine gemeinsame Datenbank aufbauen könne.

Man habe PC-Experten vor Ort gehabt, die erklärt hätten, dass dies nicht machbar sei, da es mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Auch mit dem Thema „Outsourcing“ habe man sich beschäftigt, so die Bürgermeisterin. Dies komme aber wahrscheinlich noch teurer. Nun habe man das Angebot einer Firma für einen neuen Server mit Datenbank in Höhe von rund 36500 Euro vorliegen. Dieser Betrag sollte im Haushalt eingeplant werden. Günther Böhnlein (CSU) hatte wegen der Kostenhöhe Bedenken, deswegen wird ein weiteres Angebot eingeholt.

Einverständnis bestand damit, sich weiterhin an der Tourismuszentrale in Ludwigsstadt zu beteiligen und die Vereinbarung auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Weber führte aus, dass man im Jahre 2009 den Beschluss gefasst habe, sich im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit in der Rennsteigregion an der Tourismuszentrale mit einem Jahresbeitrag von 2000 Euro für maximal zwei Jahre zu beteiligen. „Das hat sich recht gut bewährt und wir möchten, dass das weiter so läuft“, unterstrich Gabriele Weber.

Keine Beanstandung

Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2010 oblag dem Rechnungsprüfungsausschuss, bestehend aus Vorsitzendem Günther Böhnlein sowie den Mitgliedern Karin Ritter und Stefan Raab. „Es gab keine Beanstandungen“, erklärte Böhnlein. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. Gabriele Weber informierte darüber, dass künftig die Ergebnisse der nichtöffentlichen Sitzungen immer in den darauffolgenden Sitzungen bekannt gegeben werden, soweit dies keine privaten, steuerlichen oder personellen Angelegenheiten betrifft. Dies sei ein Vorschlag des Bayerischen Gemeindetages, dem man künftig auch im Stadt- und Gemeinderat folgen wolle.

Bericht / Quelle: Peter Fiedler / Neue Presse Kronach
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Datum: 27.01.2012

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