In der Arnika-Stadt Teuschnitz ist in den nächsten Tagen die Hölle
los. Einen Vorgeschmack auf die närrischen Tage gaben die Büttenabende
am Wochenende. In der Schulturnhalle sorgten über 100 Akteure mit
Tänzen, Sketchen und Reden für viel "Teuscherz, zerr oh!", Spaß und
Furore bei den Büttenabenden. Schon der Nachwuchs zeigte mit seinem
Auftritt ("Warum die Teuschnitzer Ochsenaufzieher genannt werden")
sein schauspielerisches Talent.
Jette (Klara Knauer) und Käthe (Gisela Rebhan) gaben einen Einblick in
ihren Alltag. So erzählte Jetta von ihrem Autokauf in spermaweiß -
dadurch könne ihr Mann Schäden besser reparieren. Oder sie berichtete
vom neuen Pfarrer Lindner, der freihändig Fahrrad gefahren war und dabei
von der Polizei erwischt wurde. Als Hochwürden den Beamten mitteilte,
dass er zwar fahre, aber Gott lenke, hat er die doppelte Strafe bezahlen
müssen.
"Wir sind besonders gut, eins auf die Fresse zu hauen, und auch beim
Feuerlegen kann man uns vertrauen", berichtete Peter Goihl. Er erzählte
Tatsachen, die in der Stadt passiert sind. So hatte ein Hund
Zahnfleischbluten und musste deshalb ins Hundekrankenhaus gebracht
werden. Um den Vierbeiner zu heilen, musste ein Hunde-Blutspender
gefunden werden. Dann berichtete er aus seiner Kindheit. Statt mit dem
Handy wurde Gummizwist gespielt. Weil er so zart war, wurde ihm
Lebertran verabreicht, worauf er allergisch reagierte. Der Erfolg dieses
"Medikamentes" stellte sich aber erst später ein, meinte er im Hinblick
auf seine Figur.
Seit 20 Jahren dabei
Die "3 Könich" machten ihrem Ruf wieder alle Ehre. Von Anfang an, seit
nunmehr 20 Jahren, berichten sie über "Akuelles" rund um die Stadt. Im
Wesentlichen waren das Thema 2012 die "Karpfenpfeufer" und ihr
Kindergarten, um den so viel Wind gemacht wird. Um "Wicki" aufzufüllen,
sollten mehr Quickies stattfinden. Den Marienrothern wurde empfohlen,
Nebelräder aufzustellen. Dadurch könnte der ständig vernebelte Pressiger
Ortsteil die reichste Gemeinde werden.
Weitere Büttenabende finden am nächsten Freitag und Samstag statt. Ein
weiterer Höhepunkt wird am Samstag, 11. Februar stattfinden, wenn sich
der große Gaudiwurm durch die Stadt schlängeln wird. Danach ist
Geburtstagsparty für 30 Jahre Faschingsumzug im Festzelt auf dem
Marktplatz.