Das war Spitze ! Zum 20-jährigen Jubiläum zündeten die Teuschnitzer
Narren ein Faschingsfeuerwerk der Extraklasse und präsentierten sich in
absoluter Bestform. Conferencier Stephan Neubauer führte durch eine
knallbunte und abwechslungsreiche Faschingsmegashow, die von den
Funkenmariechen der DLRG mit ihrem Gardetanz eröffnet wurde.
Die Narren übertrafen sich zum Jubiläum selbst. Die Feuerwehrjugend,
die "Stoudtmala" und das "JRK /0815" begeisterten mit ihren fetzigen
Tanzeinlagen das Publikum. Sie hatten sich die "Blue Man Group", "Cabaret"
und "Lady Gaga" als Themen ausgesucht. Die Kindergartenkinder gaben
historische Nachhilfe und erklärten den Gästen wie der Teuschnitzer
Faschingsschlachtruf "Zerr oh" zustande kam. Unter die kleinen Ochsen
hatte sich auch ein tapferer Tschirner Bär gemischt.
Klara Knauer und Gisela Rebhan strapazierten als Jette & Käthe wieder
die Lachmuskeln. Jette verriet beispielsweise, warum ihr neues Auto die
Farbe spermaweiß hat: "Dann kann mein Friedrich kleinere Lackschäden
selbst reparieren". Danach ließen es die DLRG-Minis als Cowboys auf der
Bühne krachen und die Feuerwehr beeindruckte mit ihrer
Schwarzlicht-Show, für die sie den "Pumuckl" auf die Bühne holte.
"Hast Du einen bösen Alten, stell ihn an `ne Gletscherspalte. Will er
nicht alleine rein, musst Du halt behilflich sein", nach diesem Motto
gab "Die Goldenen 9" als Klageweiber Nachhilfe in Beziehungssachen.
Peter Bayer plauderte als verdeckter Ermittler aus dem Nahkästchen -
kein leichter Job: "Bei einem meiner schrecklichsten Fälle hatte sich
jemand vor den Zug geworfen. Mein Kollege und ich sind die Strecke
abgelaufen, haben erst zwei Beine, dann zwei Arme gefunden und den
Körper gefunden. Als wir den Kopf gefunden haben sagte mein Kollege:
`He, den kenne ich, das ist der Erwin, dem wird doch nichts passiert
sein".
Ein Liedchen trällerten zur Melodie von "Yellow Submarine" die "Liedermachmaschin"
Mike & Uwe. Mit dem besten Freund des Menschen befasste sich Peter Goihl.
"Der tut nichts", "Der will nur spielen" und "Das hat er noch nie
gemacht" seien die drei gängigsten Sätze von Herrchen und Frauchen. Er
selbst ist allerdings kein stolzer Hundebesitzer. "Ja su a Tierla is
halt richtig schö. Wenn du omds haam kümmst, freut sich`s und wackelt
mit dem Schwänzla`. Mir selber hom daham` kan` su an Freund des
Menschen, desweicher mach ich bei uners ümmer den Hund".
Tierisch gut war auch das Teuschnitzer Männerballett "Die Anzichn
Normaln DAN". Im "Spitalo Fatalo" ging die Post ab. Die "Drei Könich",
die seit 20 Jahren bei der Bütt dabei sind, analysierten das
Stadtgeschehen wieder einmal messerscharf. Diesmal blickten sie nach
Wickendorf im Allgemeinen: "Bevor wir nun heben das Bein zum Tanz, sagen
wir euch gleich: ein rei`geflaater Hecht ist nun anscheinend der King im
Wickedöffe Karpfenteich" und auf die juristischen Auseinandersetzungen
dort im Besonderen: "Denn sagst Du als Pfarrer nur ein falsches Wort in
der Predigt, kommt sofort der Staatsanwalt und Du bist erledigt. Aus dem
Grund ist für Wickendorf ein chinesischer Pfarrer angedocht, denn wenn
der Predigt versteht von den Wickedöffe keiner mehr, was er socht".
Nadine Schnappauf ließ in ihrer Rede kein gutes Haar an ihrem Gatten -
kein Wunder. "Das ist so ein lahmer Typ, der kann einem stundenlang bei
der Arbeit zuschauen, ohne dabei müde zu werden", schimpfte sie. Wie
immer sorgte die Stadtkapelle Teuschnitz für die musikalische
Begleitung.