Kreismusikfest in Teuschnitz
Zahlreiche Kapellen aus der Region zeigten durch ihre Teilnahem am dem Fest ihre Verbundenheit zum Jubelverein. Begonnen hatte der Festtag mit einem Gottesdienst mit Dekan Detlef Pötzl, in dem vor allem der verstorbenen Musikerinnen und Musiker gedacht wurde. Zur Mittagszeit hatte ein Dutzend Kapellen aus der gesamten Region die Arnikastadt zum Klingen gebracht. An mehreren Orten gab es Standkonzerte, ehe man sich im Sternmarsch zum Rathausplatz bewegte, wo der Teuschnitzer Stadtkapellenvorsitzende Bernd Jungkunz sie zum Gemeinschaftschor willkommen hieß. „Ihr seid das Herz der Kultur“, sagte Bernd Jungkunz angesichts des beeindruckenden Bildes, das die Kapellen auf dem Rathausplatz abgaben. Man habe viele Melodien gehört, die alle das Herz berührten. Ein Erlebnis wie heute bestätige, dass man mit der Blasmusik das richtige Hobby gewählt.
Ein ganz besonderer Anblick bot sich den zahlreichen Gästen in der Stadt, als hunderte von Musikanten ihre Instrumente zum Musikergruß, der bei keinem Gemeinschaftschor fehlen darf, in die Luft hoben.
Der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Alexander Klug betonte: „Blasmusik erhebt uns über den Alltag! Blasmusik erhebt uns über den Staub des Alltäglichen. Dies ist mir persönlich, die wichtigste Botschaft des heutigen Tages. Ihr macht aus Alltagen Festtage und somit leistet Ihr großartiges für unsere Gesellschaft und für unsere Heimat - und das ist Lebensqualität vor Ort“. Der Kreisvorsitzende fügte hinzu: „Wenn sie, liebe Gäste, ihren Kindern oder Enkeln etwas Gutes tun wollen, ermöglichen sie ihnen den Zugang zur Blasmusik, oder greifen sie selbst zum Instrument – ein Hobby, das man ein Lebenslang ausüben kann. Wir sind bereit!“.
Auch Landrat Klaus Löffler zeigte sich von dem imposanten Bild der Musikerinnen und Musiker auf dem Rathausplatz beeindruckt und hob den Zusammenhalt und die Gemeinsamkeiten in der Musikerfamilie im Landkreis Kronach hervor. Der Reichtum der Kultur im Landkreis mache die Heimat liebens- und lebenswert.
Im Anschluss marschierte man zum Festzelt, wo neben dem Kreisseniorenorchester 50+ auch die Musikfreunde aus Neukenroth aufspielten werden. Den Abschluss der Festtage machte die Bochbicher Gaudimusik.
Bürgermeister Frank Jakob bedankte sich im Zelt für das großartige Fest. Es zeige, dass Blasmusik Verbindungen unter den Menschen schaffe. Sein Dank ging an alle Beteiligten. Der Zusammenhalt in der Stadt sei beispielhaft. Der Bürgermeister verdeutlichte dies anhand der Teuschnitzer Feuerwehrleuten, die für den Barbetrieb eingeteilt waren und zum Waldbrand nach Saalfeld ausrücken mussten. Diesen Dienst hätten kurzfristig die Wickendorfer Kameradinnen übernommen. Die Teuschnitzer, die in der Nacht zum Sonntag frisch aus dem Einsatz kamen hatten sich sofort am Absperrdienst für den Sternmarsch am Sonntag beteiligt.