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Herausragende Leistungen in Teuschnitz

Auch 2025 taten sich wieder viele Teuschnitzerinnen und Teuschnitzer im schulischen sowie sportlichen Bereich besonders hervor. Hierfür wurden sie beim Ehrungsabend ausgezeichnet. (Bild vergrößern)
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Auch 2025 taten sich wieder viele Teuschnitzerinnen und Teuschnitzer im schulischen sowie sportlichen Bereich besonders hervor. Hierfür wurden sie beim Ehrungsabend ausgezeichnet, darunter auch ein sehr verdienter „Mann der ersten Stunde“.

 

Teuschnitz. Vor über 50 Jahren wurde der DLRG-Stützpunkt Teuschnitz gegründet. Was heute als selbstverständlich erscheint, war damals - so der Teuschnitzer Bürgermeister Frank Jakob -das Ergebnis von Mut, Idealismus und persönlichem Einsatz. Ein Herzensanliegen und eine große Ehre war es ihm, an dem Tag einen Mann zu ehren, der untrennbar mit dieser Gründung verbunden ist: Franz Tautz.

 

„Franz Tautz hat nicht nur einen Stützpunkt gegründet; er hat eine Gemeinschaft aufgebaut. Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben durch ihn das Schwimmen gelernt“, stellte Frank Jakob heraus. Viele Schwimmerinnen und Schwimmer wurden zu qualifizierten Rettungsschwimmern ausgebildet, die im Ernstfall Leben retten. Ein besonderes Kapitel seines Wirkens war die Jugendarbeit. Dabei brachte er den Jugendlichen, neben sportlichen Fähigkeiten, auch Werte wie Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen bei.

 

„Franz Tautz ist und bleibt Motor des DLRG-Stützpunktes Teuschnitz, auch wenn er kürzlich das Ruder übergeben hat“, bekundete der Bürgermeister, der diesem für über 50 Jahre Engagement, unzählige ehrenamtliche Stunden sowie seinen Einsatz für Sicherheit, Sport und Gemeinschaft herzlich dankte. „Das Anliegen war und bleibt mir ein großer Ansporn“, erklärte der Geehrte bescheiden. Der Stützpunkt solle und müsse weitergehen; man werde die Fahne weiter hochhalten. Die sechs Jahre, in denen man wegen der Sanierung des Schwimmbads nicht so aktiv sein konnte, müsse man auf- und überholen. 

 

Sehr am Herzen lag ihm stets auch der Leistungssport. Mit großem Engagement und fachlicher Kompetenz leitete er Trainings für Wettkampfschwimmer oder kümmerte sich darum, dass ein Trainer-Team zur Verfügung stand. Seine Arbeit trug zu zahlreichen Erfolgen auf regionaler und überregionaler Ebene bei. 

 

Schwimm-Asse sind nicht zu stoppen

Einen Stammplatz beim jährlichen Ehrungsabend nehmen dann auch die Schwimm-Asse der DLRG Teuschnitz ein, die 2025 wieder außerordentlich erfolgreich waren. Mit Gabriele Grüdl (AK 45), Anke Kürpick (AK 50) und Barbara Neubauer (AK 70) stellt Teuschnitz aktuell gleich drei Oberfränkische sowie Bayerische Meisterinnen im Rettungsschwimmen. Zweite Plätze bei den Oberfränkischen errangen Karin Dressel und Beate Agten in ihren Altersklassen. Beate Agten wurde zudem dritte Bayerische Meisterin. Herausragende Erfolge gab es auch bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften, bei denen Barbara Neubauer Deutsche Meisterin wurde und Anke Kürpick Platz 3 belegte. Erfolgreich waren auch die Staffeln mit vier ersten Plätzen bei den Oberfränkischen sowie zwei ersten Plätzen bei den Bayerischen Meisterschaften.

 

Den Erwachsenen in nichts nach stand der DLRG-Nachwuchs. Bei den Oberfränkischen wurde Emma Daum (AK 10) Dritte. Zudem gab es für die Youngsters in der Staffel gleich sechs Podestplätze. Bei der Bayerischen stand die AK 10 männlich auf dem Podest ganz oben. Die AK 10 weiblich schaffte einen tollen zweiten Platz.

 

„Die Anzichn Normoln“ sorgen für Furore

Weit über die Grenzen Oberfrankens hinaus Maßstäbe setzt auch eine Truppe, die Leidenschaft, Disziplin und Humor auf höchstem tänzerischem Niveau vereint: Das Männerballett DAN („Die Anzichn Normoln“), dem auch der Bürgermeister selbst angehört. Sechs Mal in Folge Oberfränkischer Meister, ging es 2025 noch weiter; wurden doch die sportlichen Männer Bayerischer Meister und Deutscher Vizemeister Ü 35. „Ihr seid Botschafter des karnevalistischen Tanzsports, ein Aushängeschild eurer Heimat und mittlerweile Vorbild und Motivation für viele andere Gruppen“, würdigte der Bürgermeister.

 

Erfolgreiches Jahr für den TSV

Das Runde muss ins Eckige sehr wörtlich nimmt Lukas Hummel, der seit vielen Jahren in der Ersten des TSV Teuschnitz Fußball spielt und in der vergangenen Saison 58 Tore erzielte. Damit zählt er zu den treffsichersten Spielern im bayerischen Amateurfußball. Erfolgreich war auch die Tischtennis-Jugend des TSV mit Fabian Köhler, Julian Bauer und Hannes Hofmann, die sich mit ihrem Trainer Frederic Pauli in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben gearbeitet hat. Mit großem Einsatz und viel Trainingsfleiß wurden sie Meister der Bezirksliga und spielen nun in der Bezirksoberliga. Damit stellt der TSV aktuell die einzige Jugendmannschaft im Landkreis Kronach in einer so hohen Spielklasse. 

 

Herausragende schulische Leistungen

Im schulischen Bereich taten sich mehrere junge Leute besonders hervor. Mit Deniz Ilten aus Haßlach stellt die Arnika-Grundschule Teuschnitz den Oberfränkischen Mathemeister der Jungs, nachdem schon 2024 dieser Titel - damals bei den Mädchen - nach Teuschnitz gegangen war. Der Viertklässler setzte sich - nach dem Schulentscheid und auf Schulamtsebene - am Ende unter 16 Jungs aus ganz Oberfranken durch. 

 

Helena Hebentanz schloss ihr Abitur am Frankenwald-Gymnasium Kronach mit der Traumnote 1,3 ab. Danach zog es sie nach Norwegen und Portugal, wo sie sich ehrenamtlich engagierte und wertvolle Erfahrungen sammelte. Die Wickendorferin entschied sich für ein Medizin-Studium. Ein wichtiger Schritt hierzu war der Test für Medizinische Studiengänge, nachdem für das Medizin-Studium der NC mit 1,1 gilt. Diese Herausforderung meisterte sie mit Bravour; gehörte sie doch zu den besten vier Prozent aller Teilnehmenden. Damit hat sie im Auswahlverfahren der Hochschulen hervorragende Chancen und ihren Studienplatz sicher. Nach einem geplanten Praktikum wird sie zum kommenden Wintersemester ihr Medizin-Studium beginnen. Ebenfalls das Abitur am Frankenwald-Gymnasium meisterte Jakob Daum mit der hervorragenden Abschlussnote 1,8. Im September 2025 begann der Rappoltengrüner eine viereinhalbjährige Kombination aus Ausbildung zum Elektroniker und Dual-Studium in Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik an der Hochschule Coburg in Zusammenarbeit mit der Firma Waldrich in Coburg. Er und Helena Hebentanz sind auch in ihrer Freizeit sehr engagiert. 

 

Alle Geehrten wurden mit kleinen Präsenten und einem Abendessen im „Schwarzen Kreuz“ belohnt. 

 

Text: Heike Schülein